Inklusives Austauschprojekt Teil 1 in Jakutsk

Im Jahr 2019 wird die Bildungskooperation für ein Gemeinschaftsprojekt des AMTV Hamburg und der Gyula-Trebitsch-Schule Tonndorf genutzt. Unter dem Motto „Brücken zum Dialog – interkulturell und inklusiv“ fliegt im Februar/März eine gemischte Gruppe aus Spielerinnen und Spielern mit geistiger Beeinträchtigung einer inklusiven Handballmannschaft und Schülerinnen und Schülern für ca. 10 Tage nach Jakutsk. Insgesamt besteht die Gruppe aus 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Schülerinnen und Schüler werden in jakutischen Gastfamilien untergebracht. Die Unterbringung der Sportler erfolgt in einem Internat. 

 

Die inklusive Handballmannschaft ist Teil der Freiwurf Hamburg Liga https://www.freiwurf-hamburg.de in der sich aktuell 5 Hamburger Sportvereine unter dem Motto „Handball für alle“ zusammengeschlossen haben.  In den Mannschaften bilden Menschen mit und ohne Behinderung ein Team. Sie trainieren zusammen und bestreiten Liga-Spiele im Hamburger Handball-Verband. Das Training der Mannschaft des AMTV findet in der Sporthalle der Gyula-Trebitsch-Schule Tonndorf statt. Der verantwortliche Trainer Max Rode ist Lehrer an dieser Schule. Mathias Burghardt, Russisch- und Physiklehrer an der Schule und Initiator der Bildungskooperation mit Jakutsk, ist seit 5 Jahren als Spieler und Betreuer in der Mannschaft. Bei früheren Austauschbesuchen haben sowohl Lehrkräfte als auch Schülerinnen und Schüler vom Sacha-Gymnasium aus Jakutsk am Training der inklusiven Handballmannschaft teilgenommen. So entwickelte sich bei einigen Spielerinnen und Spielern Interesse an einer Reise nach Jakutsk, die jetzt im Rahmen der Bildungskooperation gemeinsam mit einer Schülergruppe realisiert wird.

 

Auf mehreren Vorbereitungstreffen unter anderem im Rahmen von gemeinsamen Trainingseinheiten in der Sporthalle und  einer Teilnahme am Workshop „Mit Tanz zur Toleranz“ der Nader Etmenan Stiftung https://www.nader-etmenan-stiftung.de/mit-tanz-zur-toleranz lernt sich die Gruppe vor der großen Reise kennen. Während des Aufenthalts in Jakutsk nimmt die Gruppe dann gemeinsam mit jakutischen Schülerinnen und Schülern vom Sacha Gymnasium und von dem Internat an einem Programm teil, das in Kooperation mit außerschulischen Einrichtungen und mit der Universität zusammengestellt wird. Im Vordergrund der projektartigen Begegnung stehen die Entwicklung von interkulturellen Kompetenzen, der Umgang mit Heterogenität und Andersartigkeit, gemeinsame Aktivitäten von Menschen mit und ohne Behinderungen und natürlich das Kennenlernen der extremen klimatischen Bedingungen. Im März ist zwar für jakutische Verhältnisse bereits Frühling. Temperaturen von bis zu -35°C stellen die Hamburger Gruppe aber vor besondere Herausforderungen. 

 

Am Mittwoch, den 27.02. startet die Reise um 03:30 Uhr morgens am Bahnhof Tonndorf. Mit dem Bus der Firma Stambula fährt die Gruppe zum Flughafen Berlin-Schönefeld. Um 10:00 Uhr geht es dann weiter per Flugzeug der Fluggesellschaft Aeroflot nach Moskau. Nach einem Aufenthalt am Flughafen Moskau-Sheremetjewo folgt der Weiterflug der Sonne entgegen in den Fernen Osten nach Jakutsk. Nach einem 7stündigen Flug wird die Gruppe dann am Donnerstag, den 28.02. um ca. 06:45 Uhr Ortszeit (+ 9 Stunden) bei voraussichtlich -30°C in der kältesten Stadt der Welt landen. Auf der Seite www.hamburgjakutsk.dekönnen die Aktivitäten der Gruppe in einem Blog verfolgt werden. 

 

 

Das Projekt wird von der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch, der Aktion Mensch und der Behörde für Schule und Berufsbildung gefördert. 

Gefördert durch: